Wenn Wien zu voll wird: ein paar Geheimtipps und unbekannte Orte abseits der Touristenströme

Liebe Gäste, Freunde und Leser:innen,

Wien zählt zu den beliebtesten Städtereisezielen Europas. Millionen von Besucherinnen und Besuchern kommen jedes Jahr, um Highlights wie Schloss Schönbrunn, den Stephansdom oder das Schloss Belvedere zu erleben. 

Doch mit der steigenden Zahl an Gästen werden auch Stimmen lauter, die sich weniger Gedränge in der Stadt wünschen. Die gute Nachricht: Wien hat weit mehr zu bieten als die bekannten Sehenswürdigkeiten. Wer ein wenig abseits der klassischen Wege unterwegs ist, entdeckt ruhige Orte, spannende Geschichte und echte Wiener Atmosphäre. 

Mein Name ist Ingeborg und ich arbeite seit fast 38 Jahren im Austria Classic Hotel Wien. Hier sind einige meiner Lieblingsorte – perfekt für alle, die Wien einmal anders erleben möchten. 

Das Otto-Wagner-Areal und die Kirche am Steinhof

Das beeindruckende Otto-Wagner-Areal auf den Steinhofgründen zählt zu den größten Jugendstil-Ensembles Europas. Anfang des 20. Jahrhunderts plante der berühmte Architekt Otto Wagner hier eine moderne Spitalsanlage mit Pavillons, weiten Grünflächen und durchdachter Architektur. 

Das absolute Highlight ist jedoch die goldene Kuppel der Kirche am Steinhof (auch „Otto-Wagner-Kirche“ genannt). Sie gilt als eine der bedeutendsten Jugendstilkirchen der Welt. Besonders beeindruckend ist nicht nur ihr Äußeres mit der weithin sichtbaren Kuppel, sondern auch das Innere: Viele Details wurden speziell für die Bedürfnisse der damaligen Patientinnen und Patienten gestaltet – von leicht zu reinigenden Materialien bis zu besonders breiten Türen. 

Rund um die Kirche bietet sich außerdem ein wunderbarer Spaziergang mit einem der schönsten Ausblicke über Wien – ein Ort, den selbst viele Wienerinnen und Wiener noch nicht kennen. 

 

Die Otto-Wagner-Villa und das Ernst-Fuchs-Museum

Am Rand des Wienerwaldes, oberhalb von Hütteldorf, befindet sich ein besonderes architektonisches Juwel: die Otto-Wagner-Villa I. Die Villa wurde vom berühmten Architekten Otto Wagner Ende des 19. Jahrhunderts als Sommerresidenz entworfen. Mit ihrer eleganten Jugendstilarchitektur zählt sie zu den schönsten Villen Wiens. Später wurde das Gebäude vom österreichischen Künstler Ernst Fuchs erworben, einem der wichtigsten Vertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Heute befindet sich hier das Ernst-Fuchs-Museum. Schon beim Betreten merkt man, dass dieses Haus mehr als ein klassisches Museum ist: Viele Räume wurden von Fuchs selbst gestaltet und verbinden Architektur, Malerei und Fantasie zu einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk. Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch den nahegelegenen Wienerwald verbinden – ein ruhiger Kontrast zum lebhaften Stadtzentrum. 

Die Friedenspagode an der Donau

Direkt am Ufer der Donau, etwas versteckt in der Nähe der Reichsbrücke, steht ein Bauwerk, das man in Wien kaum erwarten würde: die Friedenspagode Wien. Die Pagode wurde von buddhistischen Mönchen errichtet und ist ein Ort der Ruhe und Meditation mitten in der Stadt. Sie gehört zur internationalen Friedensbewegung des japanischen Mönchs Nichidatsu Fujii, der weltweit Pagoden als Zeichen für Frieden und Gewaltlosigkeit bauen ließ. 

Der goldene Bau wirkt besonders beeindruckend im Kontrast zur modernen Skyline der Donauplatte rund um die Donau City. Gleichzeitig ist die Umgebung überraschend ruhig – perfekt für einen kurzen Spaziergang oder eine Pause am Wasser. Viele Wien-Besucher laufen hier vorbei, ohne zu wissen, dass sich nur wenige Schritte vom Radweg entfernt ein spiritueller Ort mit internationaler Geschichte befindet. 

Justizpalast – Architektur trifft Panorama

Mitten im Herzen Wiens thront der imposante Justizpalast, ein Meisterwerk der historischen Architektur. Während Touristen meist nur die prunkvolle Fassade bewundern, verbirgt sich auf dem Dach ein echter Geheimtipp: die Kantine des Justizpalastes. Hier genießen Besucher:innen nicht nur ein preiswertes Mittagessen, sondern auch einen der schönsten Ausblicke auf Wien – von der Ringstraße bis zum Stephansdom. 

Wer ein bisschen Zeit mitbringt, kann nach dem Essen über die Dächer der Stadt blicken und die Kombination aus historischer Architektur und moderner Aussicht erleben – ein Erlebnis, das man in keinem klassischen Reiseführer findet. 

Die Zacherlfabrik – Industriegeschichte mitten in Wien

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war die Zacherlfabrik ein Zentrum der Produktion von Insektenschutzmitteln, die von der Familie Zacherl entwickelt wurden. Die Fabrik im 19. Bezirk ist heute ein echtes Stück Industriegeschichte Wiens – mit beeindruckenden Backsteinfassaden und originalen Fabrikdetails, die den Charme vergangener Zeiten versprühen. 

Obwohl sie mitten in der Stadt liegt, wirkt die Anlage ruhig und abgeschieden. Heute werden Teile der Zacherlfabrik für Büros, Ateliers und kulturelle Projekte genutzt – ein spannender Kontrast zwischen industrieller Historie und zeitgenössischer Nutzung. 

Für alle, die Wien abseits der klassischen Touristenpfade entdecken wollen, ist die Zacherlfabrik ein perfektes Ziel: ein Ort, der Geschichte, Architektur und urbanes Flair miteinander verbindet. 

 

Das alte WC am Graben – ein kurioses Wiener Kleinod

Mitten im Herzen der Stadt, direkt am Graben, verbirgt sich ein ungewöhnlicher Zeuge der Wiener Vergangenheit: das alte öffentliche WC

Die Öffentliche Bedürfnisanstalt am Graben im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt ist die erste unterirdisch errichtete Bedürfnisanstalt der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Sie ist die letzte erhalten gebliebene öffentliche Jugendstiltoilette Wiens erzählt von einer Zeit, in der öffentliche Toiletten noch luxuriöse, kunstvoll gestaltete Räume sein konnten. Das alte WC beeindruckt mit historischen Fliesen, Messingarmaturen und winzigen nostalgischen Dekorationen – ein Ort, den nur wenige Besucher überhaupt bemerken. 

Wer gerne auf „Hidden Gems“ Jagd macht, sollte einen kurzen Blick hineinwerfen. Es ist ein charmantes, leicht skurriles Stück Wiener Alltagsgeschichte, das zeigt, dass selbst die kleinsten Orte in Wien Geschichten erzählen können. 

Entdecken Sie Wiens versteckte Ecken und haben Sie viel Spaß dabei!
Ihre
Ingeborg 

 

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